Juliane arbeitet als Familienberaterin bei der Caritas in Garmisch-Partenkirchen. Als Psychologin unterstützt sie dort Hilfesuchende mit passenden Angeboten. Ihre Erfahrungen aus der Beratung fließen in ein neues Videoformat der Caritas Deutschland ein. Im Interview erzählt Juliane, wie sie zur „YouTuberin” wurde.

Wie wurdest Du zur Ratgeberin der Caritas auf YouTube?
Durch meinen Chef. Er hat mir den Link zum Casting-Aufruf weitergeleitet und gefragt, ob ich mich nicht bewerben möchte. Als ich die Ausschreibung gelesen habe, dachte ich sofort: das mach ich, da hab ich Lust drauf! Und dann hat’s ja sogar geklappt 🙂
Ich hab mich riesig auf die Drehtage in Berlin gefreut. Kurz vorher hätte ich sie dann aber fast absagen müssen, weil ich mit Grippe im Bett lag. Anderen fällt das vielleicht nicht so auf, aber ich höre meine Schnupfstimme in den Videos ganz schön raus …
5 Tipps mit Juliane:
Mietschulden, Alleinerziehende, Computersucht – und für jedes Problem hast Du passende Tipps. Wie machst Du das?
Ich bin natürlich nicht auf jedem Fachgebiet eine Expertin. Die Tipps kommen von kompetenten Fachleuten, wie etwa Schuldner- oder Suchtberatern. Die haben in ihrem jeweiligen Spezialgebiet viel Erfahrung. Ich fasse in den Clips das Wesentliche zusammen und gebe es weiter.

Juliane bei den Dreharbeiten in Berlin.
Warum habt ihr euch für das Format mit den 5 Tipps entschieden?
Auf YouTube gibt es viele Ratgeber-, Tutorial- und How-to-Videos, die extrem gut laufen. Wir wollen die Popularität dieser Formate nutzen und zeigen, dass die Caritas eine gute Ratgeberin für viele Lebenssituationen ist. Viele Leute verbinden mit Caritas vor allem Alter, Pflege, Armut und so. Das ging mir auch so, bevor ich hier angefangen habe. Dabei ist die Caritas so vielseitig!
Zu fast allen Problemen machen wir Beratungsangebote, die meisten sogar kostenfrei. Und die Mitarbeiter sind cool, dynamisch und vor allem echt kompetent. Zumindest ist das hier in Garmisch-Partenkirchen so 😉 Ich stehe also wirklich hinter den Angeboten der Caritas und unterstütze das gern.
Erspare ich mir den Gang zur Beratung, wenn ich mir die Folge mit Dir auf YouTube anschaue?
Nein, natürlich nicht. Die Tipps geben eine erste Orientierung für die wichtigsten Schritte in einer bestimmten Lebenslage. Die Videos sollen vor allem Mut und Lust auf Beratung machen. Manche wissen gar nicht, dass es so etwas gibt, andere haben Hemmungen, zu einer Beratungsstelle zu gehen. Es ist ja auch erstmal komisch, mit einem Fremden über seine Probleme zu reden. Aber die meisten Menschen kommen irgendwann mal an einen Punkt, an dem sie Unterstützung brauchen. Das ist vollkommen normal und nichts, wofür man sich schämen müsste.